3. Januar 2018

Starfall - So nah wie die Unendlichkeit
Rezensionsexemplar
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(Nach §6 TMG ist dieser Beitrag
als Werbung zu kennzeichnen.)
(Quelle: Amazon)

Die deutsche Autorin Jennifer Wolf entdeckte durch ihre Großmutter die Liebe zu Büchern. Irgendwann im Jugendalter begann sie selbst Geschichten zu schreiben. Der Fantasyroman „Starfall – So nah wie die Unendlichkeit“ handelt von der Amerikanerin Melody und dem Außerirdischen Nerven.
  
Klappentext:
Die 17-jährige Melody lebt mit ihrer Familie innerhalb einer Militärbasis von Washington D.C. und führt ein abgesichertes, geschütztes Leben, als das Undenkbare passiert: Ein UFO stürzt aus dem Himmel und legt mitten in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten eine Bruchlandung hin.
Während wie von Geisterhand alle Glasscheiben zu Bruch gehen, der Strom schlagartig ausfällt und in den Straßen das Chaos ausbricht, geht plötzlich alles rasend schnell. Melodys Bruder wird schwerverletzt wegtransportiert und ihre Mutter übernimmt als Ärztin des Militärkrankenhauses die Behandlung der außerirdischen Neuankömmlinge. Und dann soll auch noch ausgerechnet Melodys Familie am Projekt ›Ohana‹ teilnehmen und einen vollkommen traumatisierten Jungen aus dem All aufnehmen…   

Die Geschichte spielt in einem veränderten Amerika, mit anderem Präsident und angepasstem Washington D.C., da sonst die Geschichte nach dem ersten Kapitel ändern würde. Kurze prägnante Überschriften verraten eigentlich fast immer erst am Ende des Kapitels, warum es im Abschnitt geht, was für mich persönlich ein gutes Stilmittel ist.

Aus der Sicht von Melody wird in der Ich-Form die Story geschildert. Melody ist eher faul, aber liebevoll, herzlich und überfürsorglich. Außerdem ist sie bodenständig, wird aber immer aufgeschlossener und hilfsbereiter. Neben ist nicht von dieser Welt, dementsprechend hilflos, weil er die Sprache nicht beherrscht, ängstlich, ausgemergelt und muss erst Vertrauen lernen. Er scheint eher schüchtern, verschlossen und in sich gekehrt zu sein.

In dieser Story gibt es eine extrem gelungene und authentische Figurenentwicklung. Alleine zwischen den beiden Figuren gibt es so viele herzhafte und lustige Szenen eingebaut, dass man mal lachen mal fast weinen muss vor Rührung.

Allgemein ist der Schreibstil der Autorin sehr spannungsgeladen, fließend und mit viel Dynamik und die Story wird auf Zug gehalten sowie dementsprechend geschildert. Eine jugendlich moderne und fantasievolle Sprache findet sich vor allem in den Dialogen wieder. Die Beschreibung der Szenen und Handlungen geschieht, indem die Autorin Bilder mit Worten malt.

 

Weiters werden Gedanken und Gefühle detailliert, herzlich und malerisch in Szene gesetzt. Vor allem die Emotionen sind so stimmig, dass sie den Leser auf einer tieferen Ebene berühren und diesem in den Bann ziehen. Jennifer Wolf schafft es Panik zu erzeugen, die einem den Atem nimmt, Wut hoch wallen zu lassen, die alles zum Kochen bringt, und den Leser vor Verzweiflung die Haare raufen lassen. Außerdem schafft die Autorin ein Mitgefühl zu schaffen, das sich im Herzen ausbreitet – ich mehr als einmal in Tränen aufgelöst.
 
Beginnend mit einem Prolog der Gänsehaut-Garantie hat sowie prägend ist, kommt man leicht in die Story hinein, die schön langsam in Fahrt kommt. Man ist ziemlich flott in der Handlung drinnen und kann sich mit den Protagonisten anfreunden. Unerwartete Wendungen geben der Geschichte Charme und verzögerte Auflösung verleihen ihr Dynamik.

Auffallend ist die wunderschöne Kernidee, dass Musik die Sprache der Welt ist und sie jeder verstehen kann und Nächstenliebe, Unterstützung sowie Hilfe vermitteln kann. Jennifer Wolf hat hier ein sehr gesellschaftskritisches Buch geschrieben, welches aber verpackt in liebliche Handlung ist sowie sehr zum Umdenken anregt. 

Innige fast intime Szenen runden die oft hektischen Wendungen schön ab. Vor allem gegen Ende ist das Buch die reinste Gefühlsachterbahn und hat mich wirklich gefühlstechnisch fertiggemacht. Eine nervenzermürbende Wendung trifft auf die nächste aufwühlende Enthüllung. Schließlich ist das Ende einfach treffend und emotional tiefgründig in Szene gestellt.
    
Starfall – So nahe wie die Unendlichkeit ist eine Lovestory gepaart mit Fantasy- und Sci-Fi-Elementen, welche vor allem mit einer tiefgründigen, hoch emotionalen sowie rasanten Story überzeugen könnte. Von Panik, Wut, Verzweiflung bis hin zu Trauer und Mitgefühl kann die Autorin Jennifer Wolf im Leser auf einer tieferen Ebene hervorrufen. Außerdem runden innige Szenen, nervenzermürbende Wendungen sowie ein spannungsgeladener Schreibstil die Geschichte ab.
Ich kann das Buch jedem Fantasyfan empfehlen, der auf eine herzzerreißende und zugleich tiefgründige Liebesgeschichte steht.

(Ein Dank an Netgalley.de  für das Rezensionsexemplar.)


Starfall - So nah wie die Unendlichkeit erhält von mir 5 von 5 Blüten.



"Es erstaunt mich immer wieder, welche Macht Musik haben kann. Dass mein Vater recht gehabt hat, als er mir beibrachte, mit meiner Stimme Menschen irgendwoe ganz tief in ihren Seelen zu berühren." (Melody)
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"Die Gewissheit, dass da draußen Menschen sind, deren Liebe größer ist als ihre Angst, macht mir Gänsehaut und wärmt mich gleichzeitig von innen." (Melody)


Titel:Starfall - So nah wie die Unendlichkeit
Autorin: Jennifer Wolf
Erscheinungsdatum: 07.12.2017
Verlag: Impress
ASIN: B076624QXP
Seiten: 324
Sprache: Deutsch
Preis: € 13,99 Kindle-Ebook / € 18,00 HC / € 19,59 Hörbuch

Kommentare

  1. Hallo Nicki!

    Ich habe das Buch auch vor ein paar Tagen gelesen und fand es so so toll <3 Jennifer Wolf schafft es einfach immer wieder ganz tiefe Gefühle in ihre Geschichten zu packen und mich komplett zu fesseln. Ich mag unbedingt in diesem Jahr alle ihre Bücher nachholen :D

    Liebe Grüße
    Jessy

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  2. sehr schöne Rezension liebe Nicki <3

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