10. Juni 2018

Die sieben Helden
Rezensionsexemplar
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(Nach §6 TMG ist dieser Beitrag
als Werbung zu kennzeichnen.)
https://www.amazon.de/Die-sieben-Helden-Pascal-Wokan-ebook/dp/B079BVWLYP/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1528613588&sr=8-1&keywords=die+7+helden
(Quelle: Pascal Wokan)

Die sieben Helden vom Fantasyautor Pascal Wokan ist eines seiner neuesten Bücher. Es geht, wie der Titel bereits verrät um 7 Helden, in einer fiktiven Welt und einem abenteuerlichen Abenteuer.
  
Klappentext:
Tausend Jahre regierte einst ein unsterblicher Herrscher über das Land Endur. Doch einem letzten Bündnis mutiger Helden gelang es unter vielen Opfern, ihn in einer gewaltigen Schlacht zu bezwingen. Zwanzig Jahre danach herrscht Frieden und die Erinnerungen an den Ewigkrieg beginnen zu verblassen. Ein letztes Mal wollen die glorreichen Helden zusammenkommen, um über das Schicksal des Landes zu entscheiden. Während die Vergangenheit immer mehr ans Tageslicht tritt, müssen sie schon bald erkennen, dass die Zeit tiefe Narben hinterlassen hat und der Frieden zu einem sehr hohen Preis erkauft wurde…

Vor ab könnt ihr euch schon denken was jetzt kommt – Pascal und seine Karten. Bereits zu Beginn entdeckt man wieder eine seiner tollen Karten. Jede für sich ist ein Unikat und trotzdem typisch wie alle anderen detailverliebt und exakt sowie akribisch wie der Autor selbst.
Außerdem besteht auch dieses Werk aus 4 Teilen. Der erste Teil könnte man als Rückblende aus Sicht der Helden auffassen. Im nächsten Abschnitt geht es vor allem um die Abgründe in der Geschichte. Anschließend erhält das „Böse“ sein Gesicht und wird Teil der Story. Im letzten Teil kommt es dann zur rettenden „Erlösung“ durch die Helden.

Quelle: Pascal Wokan

Es fällt auf, dass die ganze Erzählung durch eine mystische und angespannte Grundstimmung herrscht, die perfekt zur fiktiven Welt des Landes Endur passt. Außerdem lässt diese Atmosphäre irgendwie auf die Ruhe vor dem Sturm vermuten. In Ich-Form aus der Sicht von Dalran und sowie in der dritten Person aus mehreren Perspektiven (eher wie ein Erzähler) wird die Story erläutert und der Autor bleibt sich bei diesem Stilelement treu.

Zu den Protagonisten kann man sagen, dass es wieder ein sehr bunter Haufen geworden ist. Slade ist schlagfertig und frech, überschwänglich eingebildet. Malian, der König, ist herrisch und versucht sein Gefühle zu kontrollieren. Dalran ist Dalran unschuldig, gütig, aber stark und heldenhaft. Tarun hingegen ungepflegt, träge, korpulent, riesenhaft und kräftig. Lyra ist eine schöne reine Frau, eine Kämpferin, gefährlich und hinterhältig. Moria hingegen ist eine alte Frau, die aber liebevoll in ihrer Wortkargheit ist. Zuletzt ist da noch Oluen, der reizbar und schnell ausfallend sowie neunmalklug ist und Loren, der irgendwie verrückt, wahnsinnig und redselig rüberkommt.
Alles in allem ist der Schreibstil des Autors mal drängend fesselnd, mal locker neckend und dann wieder voller Aktion und Brutalität. Die Sprache ist gehoben, zugleich auch derb und brutal mit tollen, fantasieanregenden Metaphern und ausdruckstarken Schilderungen. Gedanken und Gefühle werden in dieser Geschichte vermehrt in den Fokus gerückt - gut umgesetzt vom Autor, obwohl er sonst eher auf subtilen Einsatz wert legt.

Darüber hinaus wird die Szenenbeschreibung wie immer sehr akribisch durchgeführt mit viel Tiefgang, Details sowie Herzblut – alles wirkt wie gezeichnet erläutert. Brutalität und Abenteuer werden mit der nötigen Portion Humor und viel mit Sarkasmus angereichert. Vor allem letzteres zieht sich gekonnt wie ein roter Faden durch das ganze Buch und sorgt für viele kleine Lacher.
Im Prolog wird allgemein die Geschichte über die Fantasiewelt geschildert, was für mich persönlich ein hervorragender Einstieg ist und es liest sich wie aus einer richtigen Chronik. Dann wird in die Gegenwart geschwenkt und man lernt die Figuren Schritt für Schritt kennen. Außerdem legt der Autor Wert auf konsequenten Zeitsprüngen zwischen der Gegenwart und der Zeit vor 21 Jahren.
Insgesamt kommt man schnell in ein flottes Lesen rein und fliegt förmlich durch die Seiten. Unerwartete, schicksalshafte Wendungen sind immer mit von der Partie. Außerdem gibt zwei parallel ablaufende Geschichten in zwei Zeiten. Die Streitereien zwischen den Helden bringen leider den Lesefluss etwas ins Stocken, aber immer nur kurzweilig. Des Weiteren sind die Kapitellängen angenehm und dennoch bleibt es zwischen den beiden Erzählungen dramatisch angespannt.
Ein erschütterndes Ende mit enorm tiefschürfenden und wachrüttelnden Enthüllungen und Auflösungen rundet die Geschichte ab. Dennoch war diese Geschichte für mich leider nicht ganz so mitreißend wie die anderen Geschichten, aber trotzdem ist sie mehr als lesenswert.
Die sieben Helden ist fantasievolle Geschichte in einer fiktiven und ausdruckstarken Welt. Der Autor Pascal Wokan hat es wieder geschafft die Leser mit seinem spannenden und drängendem Schreibstil, einer bunten Mischung an Figuren, zwei dramatischen und parallel ablaufenden Geschichten, viel Humor und Gefühl sowie einem erschütternden Ende den Leser an die Geschichte zu fesseln.

(Ein Dank an Pascal Wokan für das Rezensionsexemplar.)


Die sieben Helden erhält von mir 4 von 5 Blüten.



»Unwichtig, wir sollten keine Zeit verplempern«, entgegnete er, »denn es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.«
aus "Die sieben Helden" von Pascal Wokan


Titel: Die sieben Helden
Autor: Pascal Wokan
Erscheinungsdatum: 26.01.2018
Verlag: Independently Published
ISBN: B079BVWLYP
Seiten: 396
Sprache: Deutsch
Preis: € 2,99 Kindle-Ebook / € 14,99 TB

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