17. August 2017

Behemoth 2333 - Bd.1: Das Jupiter Ereignis

 
(Quelle: Amazon)

Behemoth 2333 Band 1 - Das Jupiter Ereignis ist der neue Science-Fiction-Roman von Joshua Tree und der zweite Teil befindet sich bereits in Vorbereitung. Ich habe bereits zwei Bücher aus seiner Fantasy-Reihe die Pilgrim-Saga gelesen und ich war Feuer und Flamme mit dem individuellen Schreibstils des Autors, dass ich unbedingt auch dieses Buch lesen musste, obwohl ich überhaupt kein Fan von Sci-Fi bin, aber von Joshua Tree.

 
Klappentext:
Das Jahr 2333: Die einzige Kolonie der Menschheit im fernen Archimedes System ist in Aufruhr.
Der Kontakt zur Erde ist abgebrochen und seit Jahrzehnten erschüttern mysteriöse Entführungswellen die Gesellschaft. Als ein Wurmloch inmitten der Kolonie auftaucht, sieht sich die Unions Navy einer uralten Gefahr gegenüber. Während ein erbarmungsloser Krieg das gesamte System ins Chaos stürzt, wird Captain Jeremy Brandt mit der UNS Concordia durch das Wurmloch geschickt, um sich dem mysteriösen Feind zu stellen.

Jeremy kommt als wahrer Teamplayer rüber, ist loyal zu seiner Crew und ehrfürchtig gegenüber seinen Gegnern sowie wirklich sehr raffiniert in seiner Denkweise. Pascal hingegen ist fachmännisch, selbstbewusst, ebenso raffiniert und intelligent, ist aber als Ermittler nicht „Everybodys Darling“. Beide Hauptcharaktere sind sich somit sehr ähnlich in ihrer Art Dinge anzugehen und stellen sicherlich eigenständige Individuen dar.

Im Buch laufen zwei Geschichten parallel nebeneinander her, wobei bereits früh deutliche Zusammenhänge sich dem Leser erschließen. Durch den Erzählstil in der dritten Person aus den sich abwechselnden Perspektiven der beiden Hauptfiguren gestaltet der Autor tolle Einblicke in die gesamten Prozesse, die im Jahr 2333 ablaufen. Die Übergänge sind von ihm angenehm gewählt, jede Szene ist quasi in sich geschlossen und man kann sich schnell in den veränderten Blickwinkel einfügen.

Zu Beginn des Buches gibt es eine Zeitlinie zu den wichtigsten Ereignissen ab 2038 und geben Einblicke in diese fiktive Zukunft, die aber sehr beängstigend realistische Begebenheit aufzeigt und folglich gut durchdacht sowie nachvollziehbar ist. Ebenso ist es eine gute Bestandsaufnahme der Situationen zum Beginn der Erzählung und erleichtert maßgeblich den Einstieg.

Jedes Kapitel beginnt mit detaillierten Ortsangaben sowie genauem Datum und Uhrzeit, ähnlich wie bei einem Logbuch. Es gibt auch einen Glossar mit Begriffen und Abkürzung am Ende des Buches. Hier wäre es für mich persönlich besser gewesen, wenn dieser zu Beginn stehen würde bzw. dass es ein Vermerk darauf gibt, wo der zu finden ist. Es hätte mir einige Fragezeichen erspart, die dadurch erst am Ende des Buches geklärt wurden (vor allem als Sci-Fi-Laie).

Zum Schreibstil kann man sagen, dass er sehr fließend locker sowie spritzig ist. Der Autor fesselt den Leser von Beginn an, was typisch Joshua Tree ist. Das Fachchinesisch hält sich auf weiten Strecken in Grenzen, dass sogar nicht Sci-Fi-Leser wie ich damit zurechtkommen, vor allem wenn man den Glossar dann zur Hand nimmt.


Gefühle und Gedanken werden spielerisch, stimmig, nicht überflutend aber dennoch stetig präsent eingesetzt und lassen einen die Handlungen sowie Entscheidungen der Person schlüssig erscheinen und sind durchwegs authentisch. Dramatische und nervenzerreisende Szenenschilderungen und Darstellung der Umgebung sind so detailgetreu, dass man einfach weiterlesen muss, weil man glaubt selbst in der Zukunft zu sein.

Weiters regt die Geschichte stark zum Nachdenken an, da diese Fiktion wirklich eintreten könnte und wie eine bei Dystopie aufgebaut ist. Alleine Umweltverschmutzungen sowie die anherrschenden Naturkatastrophen machen ein Ausweichen in ferne Galaxien mehr und mehr denkbar. Die Kernbotschaft ist sehr tiefsinnig gemacht und sowohl stichhaltig durchdacht.

Nach dem Prolog und einer subtilen Vorstellung der Crew wird es zuerst spannend, dann stagniert die Situation leicht durch zu viele Informationen in beiden Geschichten, die einfach zerkaut werden, dass man irgendwann den Lesefluss verliert. Trotzdem kommt man eher leicht hinein und ab dem 2. Drittel macht die Erzählung sehr neugierig und wird definitiv dramaturgisch gut.

Unvorhergesehene Wendungen alla Joshua Tree sowie Auflösungen, die viel Raum für Fantasie und eigene mögliche Schlüsse lässt, folgen dem Geschichtsverlauf. Der Schluss kam ziemlich plötzlich und wie erwartet sehr offen gehalten.

Behemoth 2333 – Bd. 1: Das Jupiter Ereignis ist ein Science-Fiction-Abenteuer wie es im Buche steht. Joshua Tree hat mit futuristischen Elementen und Gedankengängen sowie einer konstruierten Zeitlinie eine spannende Weltraumstory geschaffen mit Drama und Aktion.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der auf fantasievolle und hochtechnisierte Welten mit realitätsnahen und eindrucksvollen Elementen steht.

(Ein Dank an den Joshua Tree für das Rezensionsexemplar.)


Behemoth 2333 - Band 1: Das Jupiter Ereignis erhält von mir 4 von 5 Blüten.



Titel: Behemoth 2333 - Band 1: Das Jupiter Ereignis
Autor: Joshua Tree
Erscheinungsdatum: 27.07.2017
Verlag: www.weltenblume.de
ASIN: B074CCVXTX
Seiten: 172
Sprache: Deutsch
Preis: € 2,99 Kindle-Ebook

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