27. Juli 2017

Göttin der Dunkelheit

 
(Quelle: Amazon)

Die Autorin Anke Unger lebt in Schweden und hat mit Göttin der Dunkelheit – Die Chroniken der Götter 1 ihren Debütroman und zugleich ihr Lebenswerk veröffentlich. Sie hat mit ihrem ersten Band der zweitteiligen Reihe eine Fantasiewelt voller Götter und Magie geschaffen.

 
Die junge Magierin Areshva ist Priesterin. Doch eines Tages wird ihre Göttin unverhofft angegriffen und sie muss ich, als einziger Ausweg, mit der Dunkelheit verbinden um sie zu retten. Damit beginnt aber leider ein gefährlicher Kampf gegen die Versuchung des Bösen für sie.
Klappentext:
Als Priesterin im Tempel des Lichts dient die temperamentvolle Magierin Areshva ihrer Göttin von ganzem Herzen. Doch dann nehmen düstere Mächte das Land ein und verdrängen die Kräfte des Guten. Areshva sieht nur einen Ausweg, um ihrer Göttin zu helfen: Sie muss sich mit der Dunkelheit verbünden. Nur so kann sie die Zauberkraft erlangen, die sie im Kampf brauchen wird. Doch die Dunkelheit ist ein Pfad voller gefährlicher Versuchungen… 

Im Allgemeinen ist der Schreibstil der Autorin in einer jugendlich lockeren Sprache verfasst. Vor allem stehen spritzige Kommentare sowie eine malerische und fantasievolle Szenenbeschreibung ins Auge. Anke Unger zeigt eine Liebe zum Detail und verwandelt manche Handlung in etwas Herzliches durch ihre erleuchtenden Metaphern.

Insbesondere Gefühle und Gedanken werden verspielt und teils leidenschaftlich erläutert. Zu Beginn ist der Schreibstil sehr fesseln, doch leider verliert er im Verlauf der Erzählung etwas an Charme bzw. kann die Handlung nicht mehr überzeugen.

Der Erzählstil ist in der dritten Person, wobei die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Areshva und Silvrin erläutert wird. Von Beginn an gibt es somit zwei parallel Geschichten, deren Zusammenhang sich für mich bis zum Schluss nicht so richtig entfaltet hat bzw. deren Sinnhaftigkeit noch verschlossen ist.


Durch die erfrischende und fließende Schreibweise kommt man leicht hinein, die Geschichte plätschert dahin und vor allem zu Beginn macht es Vergnügen, diese zu lesen. Der Spannungsbogen steigt sehr schnell und unerwartet an, sinkt dann wieder und bleibt er flach für längere Zeit in beiden Geschichten.

Für mich persönlich geschieht manches zu schnell und ohne jeglichen Sinn. Ebenso werden einige Szenen nicht richtig aufgelöst und es herrscht Verwirrung, da die Nachvollziehbarkeit fehlt an einigen Stellen. Auch die etwas langen Gedankenmonologe tragen nicht zur Klärung bei.

Der weibliche Hauptcharakter kam mir irgendwie naiv vor. Sie ist zwar zu Beginn mutig ohne Konsequenzen zu sehen, doch dann lässt sich zu sehr beeinflussen, und die erhoffte starke Entwicklung konnte nur im Negativen gesehen werden. Ebenso der männliche Protagonist ist sehr verträumt und hat zwar ein gutes Herz, doch auf langen Strecken (abgesehen vom Schluss) konnte er mich auch nicht ganz überzeugen.

Zum Ablauf der Geschichte kann ich sagen, dass ab der Mitte es leider eintönig wird und sich die gesamte Handlung in beiden Erzählsträngen zieht. Zusammenhänge und Sinnhaftigkeit entziehen sich einem, und auch das offene Ende ist mehr als enttäuschend. Man kann nur auf eine besser durchdachte Fortsetzung hoffen.

Anke Unger hat in Göttin der Dunkelheit eine eigene wundervolle und detaillierte Fantasiewelt erschaffen mit erfundenen Wesen, Pflanzen und Orten sowie dem typischen Kampf zwischen Gut und Böse, doch leider konnte die Geschichte durch mangelnde Dramatik, fehlende Zusammenhänge und einem enttäuschenden Ende nicht wirklich überzeugen.

(Ein Dank an Netgalley.de für das Rezensionsexemplar.)


Göttin der Dunkelheit – Die Chroniken der Götter 1 erhält von mir 2,5 von Blüten.



Titel: Göttin der Dunkelheit (Die Chroniken der Götter 1
Autorin: Anke Unger
Erscheinungsdatum: 30.06.2017
Verlag: Dark Diamonds
ASIN: B071KZYKXZ
Seiten: 361
Sprache: Deutsch
Preis: € 3,99 Kindle-Ebook

1 Kommentar

  1. Tolle Rezi wieder einmal. Das Buch war mir bisher total unbekannt, aber das Cover sieht so schön aus, ich werde mir mal den Titel notieren :)
    liebe Grüße
    Andrea

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