19. Mai 2017

Das Panama-Erbe (Amakuna Saga 2)


(Quelle: Amazon)

Susanne Aernecke ist die Autorin von Das Panama Erbe. Dieses Buch ist der 2. Teil der Amakuna-Saga du handelt von Sina in der Gegenwart sowie Tamanca in der Vergangenheit. Tochter des Drachenbaums ist das erste Band dieser Reihe.


Klappentext:
Gegenwart: Nachdem ihre Eltern ums Leben gekommen sind, wächst Sina in Panama bei ihrem Großvater auf, dessen Bankenimperium sie erben soll. Die sensible, hochbegabte Studentin leidet nach einem Nervenzusammenbruch an einer Amnesie und sucht Heilung bei den Kuna-Indianern an der Karibikküste. Dort verliebt sich der junge Heiler Neriin sie. Mit seiner Hilfe und dem geheimen Heilmittel Amakuna wird sie gesund und erinnert sich wieder an ihre Kindheit auf La Palma, der Insel der Drachenbäume. Sie findet heraus, dass ihre Mutter bereits über Amakuna forschte und deshalb sterben musste. Während sie versucht, mehr darüber zu erfahren, gerät sie immer tiefer in die Machenschaften ihres Großvaters, der hinter dem Plan steckt, die Inseln der Kunas für Luxusresorts zu enteignen …
Vergangenheit: Der junge Medico Tamanca wandert 1517 mit seinem Vater in das gerade von Spanien eroberte Panama aus. Seine verschwundene Mutter war eine Heilpriesterin der kanarischen Ureinwohner. Bei einem Zwischenstopp auf La Palma erhält Tamanca von einer alten Medizinfrau das geheime Heilmittel seiner Mutter: Amakuna. In der neuen Welt gerät er in den Krieg zwischen den Spaniern unter Pizarro und den Indianern. Um seiner Geliebten Itapiú helfen, heilt er ihr Volk mit Amakuna. Er wird zum Beschützer der Ureinwohner und begründet eine Heiltradition, die bis in die Gegenwart die Existenz der Kuna sichert …Durch Amakuna verbinden sich die Seelen von Sina und Tamanca. Nur gemeinsam können sie den Kampf gegen die Konquistadoren in Gegenwart und Vergangenheit gewinnen.

Der zweite Teil dieser Reihe kann meiner Meinung nach auch so gelesen werden, ohne dass man den ersten Band gelesen hat. Man wird sehr gut informiert und die Geschichte setzt aus meiner Sicht kein Vorwissen vor raus, sondern präsentiert in kleinen Dosen hilfreiche Informationen ohne den Leser zu überfordern.

Weiters sind die Umschläge mit Karten von Panama sowie La Palma versehen. Außerdem gibt es eine Legende zu den Hauptfiguren in Gegenwart sowie Vergangenheit und beschreiben kurz, wer sie sind und in welcher Zeit der Geschichte sie mitspielen. Darüber hinaus wird in den einzelnen Kapiteln durch Symbole angezeigt, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Meiner Meinung nach ist dies sehr einfallsreich und hilft zur Orientierung, denn an der Sprache alleine könnte man das fast nicht erkennen. Eigentlich finde ich dies schade, da Vergangenheit und Gegenwart durch 500 Jahre getrennt sind und nicht nur durch ein paar Jahre.

Die Geschichte wird in der dritten Form erzählt und die Perspektiven wechseln zwischen Sina und Tamanca hin und her. Durch diesen Erzählstil erlangt man schnell Einblick in beide Geschichten die parallel ablaufen. Außerdem werden durch die stetigen Wechsel dramatische Wendungen hinausgezögert und die Auflösungen erfolgen nicht sogleich, sondern fordern den Leser auf weiterzulesen. Persönlich finde ich, dass dies der Autorin sehr gut gelungen ist und somit den Spannungsbogen sehr konsequent hochhält.

Im Allgemeinen ist der Schreibstil fließend, kurz und bündig. Deshalb kommt leicht hinein in die Geschichte und vorallem durch den Prolog sofort mitten in der Handlung. Weiters verwendet die Autorin knapp und passend eingesetzte Dialoge und sie setzt auf eine gefühlsbetonte Schreibweise. Sie zeichnet durch ihrem Fokus auf und Liebe zum Detail aus. Darüber hinaus legt sie Wert auf anschauliche Vergleiche.

Starke Szenengestaltung und spürbare Gefühle wie Angst und Verzweiflung sowie ausführlich erläuterte Gedankenwelten runden die Geschichte ab. Andererseits geben magische und fantasievolle Abläufe der Geschichte die nötige Würze. Weiters verwendet die Autorin zolle Informationen, man lernt über die Kultur, die Naturvölker und die Traditionen und diese sind informativ verpackt in fließende und lockere Schilderungen sowie malerisch detaillierte Beschreibungen der Landschaften und Szenen.

Die Spannung steigt nur langsam an, wodurch sich der Beginn etwas zieht. Dann wird es interessanter. Manche Szenen geschehen für meinen Geschmack etwas zu schnell, da man oft kaum die Stimmung aufgreifen kann. Die Szenen fliegen oft zu schnell vorbei und teilweise sind die Handlungen der Protagonisten unrealistisch bzw. skurril und nicht nachvollziebar.

Im letzten Drittel baucht sich sehr viel Dramatik auf durch die regelmäßigen Unterbrechung der Zeiten und der dadurch verzögerten Auflösungen. Das Ende ist offen gehalten und lässt viel Spielraum für die Fantasie und für die möglichen Wege der Fortsetzung.

Das Panama Erbe ist ein Buch mit zwei Abenteuern voller Dramatik, Intrigen und Rache in zwei verschiedenen Welten und Zeiten sowie über zwei Liebespaare, die versuchen die Welt zu verändern. Eine authentische Umsetzung sowie eine fesselnde Story sind ein Muss für jeden Fantasieliebhaber.

(Ein Dank an Vorablesen.de für das Rezensionsexemplar.)



Das Panama Erbe erhält von mir 4 von 5 Blüten.



Titel: Das Panama-Erbe (Amunka Saga Bd. 2)
Autorin: Susanne Aernecke
Erscheinungsdatum: 28.04.2017
Verlag: Europa
ISBN: 3958900534
Seiten: 576
Sprache: Deutsch
Preis: € 18,90 PP

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